Blaufränkisch – ein Wein mit Charakter

Ein intensiver und dichter Rotwein. Feiner Duft nach Kirschen, würzig. Einige der besten österreichischen Rotweine werden aus Blaufränkisch gekeltert.

Wo einst der Eiserne Vorhang stand, befindet sich das Hauptanbaugebiet des Blaufränkisch: das Mittelburgenland. Es liegt im Osten Österreichs und grenzt an Ungarn. Schon die Kelten und Römer haben in dieser Region Wein angebaut.

Das milde pannonische Klima bietet ideale Bedingungen für den Rotweinanbau. Die Sommer sind heiß und trocken, der Herbst hat viele Sonnentage. Und auch die vorwiegend schweren Lehm- und Lössböden sind geradezu perfekt für den spät reifenden Blaufränkisch. Dazwischen sorgen urzeitliche Ablagerungen wie Kalk, Reste von Korallenbänken, Sand, Schotter oder Tegel für eine vielfältige Bodenbeschaffenheit, die auch das Geschmacksbild der Weine entscheidend prägt: Das Spektrum reicht von kraftvoll, körperreich, würzig-pikant bis hin zu feingliedrig, mineralisch und elegant.

Elegant und mineralisch bis intensiv und kräftig

Die Rebsorte Blaufränkisch stammt aus Österreich und wurde im 18. Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt. Blaufränkisch reift spät und ergibt dichte Weine mit einem typischen Duft nach Walderdbeeren oder Kirschen und markanten Tanninen. Charakteristisch ist die feine Säure. Die Spielarten reichen von elegant und mineralisch bis hin zu intensiv und kräftig. Hochwertige Weine dieser Rebsorte sind sehr gut lagerfähig und erreichen im Alter ihr wahres Potenzial.

Eine aufstrebende Winzerschaft, die Tradition mit Innovation verbindet, wird auch weiterhin dafür sorgen, dass Blaufränkisch zu den besten Weinen Österreichs zählt.

Mittelburgenland DAC

Seit dem Jahrgang 2006 können Weine der Sorte Blaufränkisch als Mittelburgenland DAC in drei verschiedenen Stufen vermarktet werden:

Mittelburgenland DAC Klassik
Unter Bezeichnung Klassik findet man einen Blaufränkisch mit fruchtbetont, würzigem Geschmack, der im traditionellen großen Holzfass, gebrauchten Barriques und/oder im Stahltank ausgebaut wurde und daher keinen “Barriqueton” aufweist. Der Wein darf nicht vor dem 1. August des auf die Ernte folgenden Jahres auf den Markt gebracht werden. Alkoholgehalt mindestens 12,5 Prozent, maximal 13 Prozent.

Mittelburgenland DAC mit Riedenbezeichnung
Mit einer Riedenbezeichnung wird ein kräftigerer Blaufränkisch-Stil gekennzeichnet. Im Unterschied zum Klassik dürfen die Weine  einen leichten Holzton aufweisen. Der Wein darf erst ab 1. Oktober des auf die Ernte folgenden Jahres vermarktet werden. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 13,0 Prozent, maximal 13,5 Prozent.

Mittelburgenland DAC Reserve
Mit Reserve werden die gehaltvollsten Blaufränkisch mit einem Mindestalkohol von 13 Prozent gekennzeichnet. Diese Weine dürfen im großen Holzfass, aber auch in neuen kleinen Holzfässern ausgebaut werden und dürfen nicht vor dem 1. März des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden.

 
 

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