Grüner Veltliner erobert die Welt

Die urösterreichische Rebsorte ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Immer mehr Weinliebhaber haben Grünen Veltliner für sich entdeckt und schätzen ihn als universellen Speisenbegleiter. Er ist frisch, fruchtig und würzig. Doch ungeahnte Genüsse eröffnen sich, wenn dieser Weißwein mit Botrytis, BSA und Holzfass kombiniert wird.

Sanfte Hügel, Lössböden, viel Sonnenschein und kühle Nächte prägen die Heimat des Grünen Veltliners – das niederösterreichische Weinviertel. Schon seit der Römerzeit gilt der Nordosten Österreichs als Weinanbaugebiet und bietet ideale Bedingungen für die wichtigste österreichische Weißweinsorte.

Abstammung und Charakteristik des Grünen Veltliner

Entstanden ist die autochthone Rebsorte aus einer natürlichen Kreuzung von Traminer und St. Georgen und wurde im 18. Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt. Mit dem Roten oder Frühroten Veltliner ist die Sorte allerdings nicht verwandt.

Doch was macht den Grünen Veltliner weltweit so einzigartig? Seine Vertreter reichen von frischen Sommerweinen, über klassische mineralische Speisenbegleiter, bis zu ausdrucksstarken, gehaltvollen Tropfen für besondere Anlässe. Der klassische Grüne Veltliner ist trocken, fruchtig, besitzt ein schönes Säurespiel und ist leichtfüßig.

Charakteristisch für Duft und Geschmack dieses österreichischen Weißweines sind ein Hauch von Pfirsich, Birne, auch Wiesenkräuter und das typische “Pfefferl” – Noten von weißem Pfeffer, bzw. Tabak.

Ein Wein wie ein Twen

Lebendigkeit und Frische zeichnen den Grünen Veltliner aus. Er wirkt animierend. Die großen Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen sorgen für eine hohe Aromatik bei einer schönen Säure. Urgesteinsböden verleihen ihm mineralische Finesse.

Weinviertel DAC – immer Grüner Veltliner

“Dort, wo das Pfefferl wächst”, ist der Leitspruch des Weinviertels. Als erstes österreichisches Weinbaugebiet hat es im Jahr 2003 eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung eingeführt, den Weinviertel DAC – DAC steht für Districtus Austriae Controllatus. Weinviertel DAC ist immer ein Grüner Veltliner. Die Weinbaubetriebe reichen ihre Weine bei der DAC-Kommission ein, die die Weine verkostet und beurteilt, ob Qualität und Geschmack den regionalen Kriterien entsprechen. Der DAC-Wein mit dem typischen Gebiets- und Sortencharakter darf erst ab 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres ausgeschenkt werden.

Mit dem DAC-System hat Österreich begonnen, statt dem germanischen das romanische Weinrecht zu übernehmen und die Weine nach ihrer Herkunft zu klassifizieren. Davor war es üblich nur die Rebsorte anzugeben, wogegen bei italienischen oder französischen Weinen die Region (Chianti, Bordeaux) im Vordergrund steht. Nach dem Erfolg des Weinviertel-DACs sind weitere Weinbaugebiete dem Beispiel gefolgt und es gibt in Österreich derzeit insgesamt acht DAC-Gebiete.

Grüner Veltliner – ein idealer Speisenbegleiter

Mit einem Grünen Veltliner liegt man fast immer richtig und dabei muss es nicht einmal ein österreichisches Gericht sein. Auch international wurde er als genialer Speisenbegleiter entdeckt. Und immer mehr Köche erkennen, dass er auch ein universeller Begleiter zur asiatischen Küche ist. Dabei passt ein leichter, frischer Vertreter dieses Weißweines perfekt zu Fisch, ein Grüner Veltliner mit mittlerem Körper gut zu Kalbfleisch oder Schweinebraten. Generell gilt: Je intensiver das Gericht, desto kräftiger und würziger darf auch der Wein sein.

Premium Grüne Veltliner

Eine Grüne Veltliner Reserve ist der Top-Wein, die höchste Qualität, das Aushängeschild und somit das Herzstück eines Betriebes. Lässt man dem Grünen Veltliner Zeit, zeigt er seine Vielschichtigkeit. Die besten Trauben und mehr Aufwand im Keller ergeben, körper- und extraktreiche Weine, die lang anhalten. Das Resultat sind Weine, die einen in andere Sphären versetzen. Hochwertige Grüne Veltliner haben ein extrem hohes Lagerpotenzial.

 
 

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